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EM 2021: Kann Fußball die Wirtschaft ankurbeln?

Bisher konnten sportliche Ereignisse viel Gutes für die inländische Wirtschaft erreichen. Doch wie sieht es mit der „Corona-Europameisterschaft“ in diesem Jahr aus?

Die “Euro 2020” sollte die europäische Wirtschaft vor allen Dingen durch den Tourismus ankurbeln. Denn in diesem Jahr wird sie zum ersten Mal in mehreren Ländern stattfinden. Die Ausrichter hatten gehofft, dass Fußball-Fans europaweit in Hotels übernachten, shoppen, essen und reisen würden. Die Rechnung kann infolge der Pandemie aber nicht mehr aufgehen. Ein Grund dafür ist beispielsweise die Tatsache, dass nur eine bestimmte Zuschauerzahl in den meisten Städten zugelassen sein wird. Daher bleiben viele Fans lieber zu Hause und verzichten auf das Reisen.

Nur begrenzte wirtschaftliche Effekte

Die wirtschaftlichen Effekte auf die Länder, in denen die EM stattfinden wird, dürften sich in Grenzen halten. So rechnet man weder in der Gastronomie noch in der Hotellerie und der Reisebranche mit vielen ausländischen Gästen durch die EM. Die Erwartungen sind auch in München, der einzigen deutschen EM-Austragungsstadt, nicht hoch.

Der heimische Konsum dürfte aber durch die Europameisterschaft die größten Impulse bekommen. So werden viele Bürger wahrscheinlich mehr in Dinge wie Fanartikel, Grillgut, Chips, Bier und neue Fernseher investieren. Sie werden die EM-Spiele im Juni und im Juli im heimischen Garten und in den eigenen vier Wände verfolgen.

Konsumeffekt von den Ergebnissen der Mannschaft abhängig

Ob der Konsumeffekt groß ausfällt oder nicht, ist vor allen Dingen davon abhängig, welche Ergebnisse die eigene Mannschaft erzielt. Die Konsumlust würde in Deutschland deutlich steigen, wenn die Kicker von Jogi Low wie im Jahr 2006 abschneiden würden.

Bild von jorono auf Pixabay