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Läuft der Tattoo-Trend aus?

Tattoos sind so weit verbreitet wie noch nie, mit Arschgeweih oder Tribal outet man sich heute zunächst erst mal als Jugendlicher der 90er Jahre. Heutzutage ist jede vierte Frau in Deutschland tätowiert, bei den Mitte zwanzig Jährigen bis zu den Mitte vierzig Jährigen sind es sogar mehr als 40 Prozent. Männer sind insgesamt weniger tätowiert. Bei ihnen sind es grade einmal 16 Prozent, bei den Mitte zwanzig bis zu den Mitte dreißig Jährigen ist es am weitesten verbreitet, da sind ca. 24 Prozent der Männer tätowiert. Dies kann man aus der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, im Auftrag der Deutschen Presse Agentur, entnehmen.

Viele tätowierte sind weiblich

Insgesamt ist jeder fünfte Erwachsene in Deutschland tätowiert, die Zeit der Klischees, dass Tattoos bloß was für verwegene Leute oder Seemänner seien. Bei der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov wurde deutlich, dass gerade viele Frauen Fans von Tattoos sind und diese auch Tattoos an sich schöner finden als Männer (32 Prozent gegen 21 Prozent). Die jüngere Generation, also die derzeitigen jungen Erwachsenen, finden Tattoos offenbar besonders schön, lauft der Umfrage haben 43 Prozent der Befragten zwischen 18 und 25 Jahren mit „sehr schön“ oder „eher schön“ geantwortet. Bei den Männern dieser Altersgruppe sind es 32 Prozent und bei den Frauen dieser Generation sind sogar 55 Prozent. Dies zeigt, dass Tattoos bei den jungen Frauen viele Fans finden. Leute ab 55 finden Tattoos besonders abschreckend, denn fast die Hälfte der Älteren (47 Prozent) meinen, dieser Anblick sei „eher nicht schön“ oder „gar nicht schön“. Auch hier sieht man wieder, dass Männer Tattoos weniger schön finden, da hier 57 Prozent sagten, es gefalle ihnen nicht. Frauen im Gegensatz sagten dies nur in 39 Prozent. Die Psychologin Ada Borkenhagen sagte, dass sich der Tattoo-Trend auf einem Plateau stabilisiert zu haben scheint.

Zur Normalisierung beigetragen

Borkenhagen erklärte, dass in den frühen Zehnerjahren ein großer Tattoo-Schub zu beobachten gewesen war. Viele Frauen sowie ältere Menschen seien, laut einer Studie vor sechs Jahren, in der Zeit von 2009 bis 2016 auf den Tattoo-Trend aufgesprungen. Dies hat zur Normalisierung beigetragen. Auch die Motivwahl hat sich in dieser Zeit stark geändert, dies trägt dazu bei, dass der Körper für viele ein Kunstwerk ist. Da auch dieser Trend mittlerweile sehr verbreitet ist, ist dies auch „Normal“ geworden.

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