Politik

Wieso beeinflusst Trumps Gesundheitszustand die Börsen so stark?

Ende letzter Woche gab es weltweit einige Verluste am Aktienmarkt – ausgelöst durch das Bekanntwerden von Trumps Covid-19-Erkrankung. Eine Intensiv-Therapie soll nicht erforderlich sein, da zuletzt nur leichte Symptome erkennbar waren. Viele sehen im US-Präsidenten den Garant für einen Aufwärtstrend am Geldmarkt, weshalb dieser zuletzt starken Schwankungen unterlag. Seinem Wahlkampfgegner Joe Biden wird eine eher wirtschaftsunfreundliche Politik zugeschrieben. Ob sich der Gesundheitszustand auf die Wahlchancen Trumps auswirken wird, lässt sich zurzeit nicht einschätzen. Sein Wahlkampfteam plant das Einspringen seiner Kinder und des Vizepräsidenten Mike Pence im Wahlkampf, sollte er selbst weiterhin ausfallen. Sicher ist, dass viele Anleger in Deutschland und anderen Ländern die im November stattfindenden US-Wahlen genauestens im Auge behalten werden.

Negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft

Eins ist klar: Wenn die Börsen etwas nicht leiden können, dann ist es Unsicherheit. Und genau diese besteht, seit Trump erklärt hat, dass er und seine Frau vom Corona-Virus betroffen seien. Und das gerade während des Endspurts im Präsidentschaftswahlkampf. Wenn Trump wegen Krankheit nicht zur Wahl antreten kann, befürchten Experten einen negativen Einfluss auf den Aktienmarkt. Denn sein Gegner Biden ist dafür bekannt, eher sozial statt ökonomisch zu agieren. Außerdem könnten eine Verzögerung der Wahl oder auch übergangsweise alternative Konstellationen entstehen. Damit gäbe es keine klar strukturierte Regierung mehr, infolgedessen ist mit wirtschaftlicher Ungewissheit zu rechnen. Und ganz gleich, ob der US-Präsident nicht wiedergewählt wird oder durch Krankheit ausfällt, es besteht zudem die Möglichkeit, dass Konjunkturpakete nicht verabschiedet werden. Direkt nach der Bekanntgabe von Trumps Corona-Infektion war daher ein deutlicher Abwärtstrend am Aktienmarkt erkennbar.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay